Börsensäle Wien
Das Gebäude der Wiener Börse am Schottenring mit seiner charakteristischen ziegelroten Fassade ist eines der bedeutendsten Monumentalbauten der im vorigen Jahrhundert angelegten weltberühmten Ringstraße. Die Börse wurde 1871 bis 1877 vom dänischen Architekten Theophil von Hansen errichtet und war bis 1998 Sitz der Wiener Börse.
Als Teil der vom österreichischen Kaiser Franz Joseph I. in Auftrag gegebenen Glacisverbauung bereichert der historische Prachtbau der Wiener Börse seit seiner feierlichen Eröffnung 1877 die Wiener Ringstraße. Der Architekt und Baukünstler Theophil von Hansen verknüpfte hier kongenial die Erfordernisse des Börsenhandels mit den damit einhergehenden gesellschaftlichen Ereignissen. Der eindrucksvolle Rahmen der Wiener Börse wurde so zu einem gepflegten Zentrum des finanziellen und sozialen Lebens.
Der heute für besondere Veranstaltungen zur Verfügung stehende Festsaal wurde nach der Brandkatastrophe im Jahr 1956 detailgetreu und mühevoll renoviert. Theophil von Hansens Arbeit zeichnet sich insbesondere durch die prunkvolle, aber dennoch detailreiche architektonische Ausgestaltung des Festsaales aus, welcher großen Festlichkeiten einen würdevollen Rahmen verleiht.
Unterhalb finden Sie die detaillierte, tabellarische Geschichte unseres Hauses.
Geschichtliche Daten
| Baustil | Neorenaissance |
| 1771 | Wiener Börse wird unter der Regierung der Kaiserin Maria Theresia als zunächst staatliche Einrichtung gegründet. |
| 1860 | Wiener Börse erhält finanzielle Autonomie. Einmietung im heutigen Palais Ferstel. |
| 1870 | Ankauf des Grundstücks am Schottenring, auf dem heute das Börsengebäude steht. |
| 1871 | Baubewilligung und Beginn der Bauarbeiten unter Ägide des dänischen Architekten Theophil von Hansen. Hansens Liebe zum Detail verzögerte und verteuerte den Bau. Das Bankkomitee verlangte immer wieder Einsparungen, doch Hansen blieb seinem Entwurf treu und bezahlte sogar selbst einen Teil der Kosten! |
| 1877 | Die Börse zieht aus der Interimsunterkunft, nach dem Auszug 1876 aus dem Palais Ferstel, in die „Wiener Börse“ am Schottenring ein. |
| 1877 | Am 14. März wird das neue Börsengebäude von Kaiser Franz Joseph I. feierlich eröffnet. |
| 1956 | Eine Brandkatastrophe vernichtet den prächtigen Wertpapierbörsensaal mit insg. 1440m² als wuchtiger Mittelpunkt des Börsengebäudes. Der Saal war mit einem Arkadensystem gegliedert, den Abschluss bildete eine kostbar kassettierte Holzdecke. Da bedeutende Teile des Gebäudes erhalten und die Außenfassaden unversehrt bleiben, entschließt sich die Wiener Börsenkammer das Gebäude wieder aufzubauen. Die Außenansicht wird nicht verändert, im Inneren ersetzt ein großer Hof den wuchtigen Börsensaal. Der zum Börseplatz liegende Trakt ist unversehrt und wird nur renoviert. Der darin befindliche Festsaal wird für Veranstaltungen genutzt. |
| 2000 | Die Karl Wlaschek Privatstiftung übernimmt durch den Erwerb der ÖRAG auch das Börsengebäude. |
| 2001 | Am 3.5. Gründung der Palais Events Veranstaltungen GmbH durch die Privatstiftung als Betreiberfirma mit den Wiener Börsensälen als erstes Mitglied. Die bevorzugte Cateringfirma kann vom Veranstalter für die Börsensäle frei gewählt werden und natürlich steht die Küche des Palais Ferstel auch als Caterer zur Verfügung. |
| 2011 | Eingliederung von Palais Events in die Österreichische Verkehrsbüro Gruppe. Die bevorzugte Cateringfirma kann vom Veranstalter für die Börsensäle frei gewählt werden und natürlich steht die Küche der Palais Events Gastronomie auch als Caterer zur Verfügung. |
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