Café Central
Leo Trotzki, Peter Altenberg, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud oder Hugo von Hofmannsthal: Das Café Central war immer wieder Heimat großer Dichter, Lenker und Denker. Der Charme des berühmtesten Kaffeehauses der Welt macht jeden Besuch zu einem besonderen kulinarischen Erlebnis. Ob Melange mit Apfelstrudel oder Rindsuppe mit Tafelspitz - das gemütliche Flair und die hervorragende Wiener Küche kennzeichnen den beliebten Treffpunkt im zentralen Wien. Nach umfassender, liebevoller Renovierung erstrahlt das Café Central nun wieder in neuem Glanz, ohne dabei seine geschichtsträchtige Atmosphäre verloren zu haben.
Unterhalb finden Sie die detaillierte, tabellarische Geschichte unseres Hauses.
Geschichtliche Daten
| Baustil: | später romantischer Historismus |
| 1856-1860 | Der junge Architekt Heinrich von Ferstel erbaut, inspiriert von einer langen Italienreise, das prachtvolle Palais Ferstel. |
| 1860 | Eröffnung des Palais Ferstel, das Gebäude erwirbt den Ruf, das „modernste Gebäude Wiens“ zu sein. |
| 1860 | Die Wiener Börse mietet sich bis zur Eröffnung der offiziellen Wiener Börsensäle im Erdgeschoss des Palais Ferstel ein, auch die Österreichisch-Ungarische Nationalbank hat in dieser Zeit ihren Sitz im Palais Ferstel (im Erdgeschoss, dem späteren Café Central, Warenbörse). |
| 1876 | Die Gebrüder Pach eröffnen im Erdgeschoss nach dem Auszug der Börse (1877 Einzug der Börse im Börsengebäude am Ring) das Café Central. |
| 1877 | Das k. u. k. Militärkasino zieht in den ehemaligen Börsensaal im 1. Stock und bleibt hier bis 1911. |
| Ab 1900 | Das Café Central wird zum Treffpunkt für Gelehrte und Künstler, den „Centralisten“ wie sich die Stammgäste selbst gerne nennen. Unter anderem verkehren hier Sigmund Freud, Arthur Schnitzler, Leo Trotzki, Robert Musil oder Hugo von Hofmannsthal. Stammgast Peter Altenberg ist so eng mit dem Cafe Central verbunden, dass er dieses als seine Wohnadresse angibt, er nutzt das Cafe als Arbeitsplatz, Wohnzimmer, Salon und Werkstatt zugleich. Noch heute erinnert eine lebensgroße Figur im Eingang an den berühmtesten Stammgast. |
| bis 1918 | bleibt das Café Central das einzige Literaturcafé in Wien. |
| 1925 | Das Café Central wird kurz vor seinem 50-jährigen Jubiläum renoviert und restauriert. Arkadenhof, Säulensaal, ein Damensalon und verschiedene Spielzimmer werden ins Kaffeehaus integriert und das Cafe zu einem Café-Restaurant umgestaltet. |
| 1926 | Das frisch renovierte Café feiert sein 50-jähriges Jubiläum. |
| 1938 | Im Zuge der von den Nationalsozialisten initiierten Arisierung muss sich das Cafe Central in „Kaffeehaus“ bzw. „Kaffee“ umbenennen. Durch den Nationalsozialismus und den zweiten Weltkrieg verlieren viele Stammgäste ihr Leben. |
| 1943 | Das Café Central wird geschlossen und bleibt dieses für insgesamt vier Jahrzehnte. Das Palais Ferstel erleidet durch den Krieg großen Schaden, die Räumlichkeiten des Cafe Central werden unter anderem als Lagerraum genutzt. |
| 1951 | Nachdem Krieg und die Rote Armee meterhohen Schutt, kaputte Fenster und eine fast völlig zerstörte Inneneinrichtung hinterlassen, arbeitet die Wiener Basketballgemeinde monatelang an der notdürftigen Renovierung des Palais. Danach wird in der „Halle Herrengasse“ täglich Basketball gespielt. |
| 1958 | Die Österreichische Realitäten-AG (ÖRAG) übernimmt das Gebäude. |
| 1970 | Eine Expertengruppe wird damit beauftragt, Ideen zur Restaurierung und künftigen Wiederbelebung des Palais Ferstel zu entwickeln. |
| 1978 | Beginn der Renovierungsarbeiten. |
| 1982 | Das Café Central öffnet nach Renovierung im Arkadenhof wieder seine Pforten. Es wird in einem ORF-Studio nachgebaut und bis 1991 wird die ORF Diskussionssendung „Café Central“ regelmäßig aus dem „Kaffeehaus“ übertragen. |
| 1986 | Das Café Central zieht wieder, wie ursprünglich, in den Säulensaal. Die Festsäle des Palais Ferstel werden von der Imperial Austria Hotels AG unter CIGA Hotels und später unter Sheraton bzw. Starwood Hotels & Resorts Wordwide Inc. als „Veranstaltungszentrum“ betrieben bis die Mietverträge 2001 auslaufen. |
| 2000 | Die Karl Wlaschek Privatstiftung übernimmt durch den Erwerb der ÖRAG auch das Gebäude des Palais Ferstel mit dem Café Central. |
| 2001 | Am 3.5. Gründung der Palais Events Veranstaltungen GmbH durch die Privatstiftung als Betreiberfirma mit den Wiener Börsensälen als erstes Mitglied. |
| 2001 | Am 1.10. wird das Palais Ferstel und Café Central Teil von Palais Events Veranstaltungen GmbH übernommen. |
| 2006 | Das Café Central betreibt, bei Verfügbarkeit (aufgrund von Bankettveranstaltungen), auch wieder den berühmten Arkadenhof als Kaffeehaus und für Gruppenreservierungen. |
| 2011 | Eingliederung von Palais Events in die Österreichische Verkehrsbüro Gruppe. Die hauseigene ausgezeichnete Küche sowie Service betreuen weiterhin exklusiv alle Veranstaltungen. |
Weitere bekannte Bauwerke von Heinrich von Ferstel
Votivkirche
Hauptuniversität am Dr.-Karl-Lueger Ring
Universität für Angewandte Kunst Wien
Museum für angewandte Kunst









