Stil & Geschichte
Das vornehme Palais Daun-Kinsky auf der Wiener Freyung ist auch heute noch eines der kunsthistorisch beeindruckendsten Gebäude der Stadt. Das von 1713 bis 1716 für Philipp Laurenz Graf von und zu Daun errichtete Palais ist ein Glanzstück der barocken Baukunst. Ende des 18. Jahrhunderts ging das Palais schließlich durch Heirat in das Eigentum der fürstlichen Familie Kinsky über, die das Haus auf der Freyung über 200 Jahre lang führte.
Jeder der bei dem Bau und der Ausstattung mitarbeitenden Künstler zählte zur damaligen Zeit zum Kreis der absoluten Spitzenklasse. Der Architekt Johann Lucas von Hildebrandt war zum Beispiel einer der renommiertesten Baukünstler seiner Zeit. Das großartige Stuckdekor wurde von Alberto Camesina gefertigt, das atemberaubende Deckenfresko über der Feststiege stammt von Carlo Innocenzo Carlone und gemeinsam mit Marcantonio Chiarini schuf er das prachtvolle Deckengemälde im Ovalen Festsaal.
Das Palais Daun-Kinsky beeindruckt nicht nur durch den Variationsreichtum der Raumgestaltung, sondern auch durch großartige Stuckaturen, beeindruckende Fresko-Quadraturmalerei und diverse Skulpturen.
Unterhalb finden Sie die detaillierte, tabellarische Geschichte unseres Hauses.
Geschichtliche Daten
| Baustil | Barock |
| 1713 | Erbauung durch den Architekt Lukas von Hildebrandt für Wirich Philipp Lorenz Graf Daun Fürst von Thiano, das Palais geht nach seinem Tod an seinen Sohn Leopold Joseph Maria Graf Daun weiter. |
| 1746 | Verkauf des Palais aus finanziellen Gründen an Johann Josef Reichsgraf Khevenhüller zu Aichelberg. |
| 1761 | Weiterverkauf des Palais an Ferdinand Bonaventura Graf von Harrach. |
| 1778 | Weitervererbung des Palais an seine Tochter Maria Rose Aloisia Catharina, die ein Jahr zuvor Graf Joseph Kinsky von Wchynitz und Tettau geheiratet hat. |
| 1807 | Vererbung des Palais an Rosas Sohn Ferdinand Johann Kinsky. |
| 1812 | Tod Ferdinands, Vererbung des Palais an seinen ältesten Sohn Rudolf. |
| 1836 | Rudolf stirbt, der neue Besitzer, sein zu diesem Zeitpunkt erst zwei Jahre alter Sohn Ferdinand Bonaventura, gerät später in finanzielle Schwierigkeiten. Das Palais behält durch seine Hochzeit mit Prinzessin Maria Anna von Liechtenstein große gesellschaftliche Bedeutung. |
| 1904 | Tod des Fürsten Ferdinand Kinskys, Vererbung des Palais an seinen Sohn Karl. |
| 1919 | Karl stirbt kinderlos und vererbt das Palais an seinen jüngeren Bruder Fürst Rudolf Ferdinand. Dieser vermacht das Haus wiederum aus Altersgründen an seinen Neffen Ulrich Ferdinand. |
| 1919 | Die Kinskys verlieren durch das Adelsaufhebungsgesetz von 1919 ihre fürstliche Identität durch das Ende der Habsburgermonarchie. |
| 1919 | Teile des Palais werden von der Stadtverwaltung wegen der großen Wohnungsnot zwangsvermietet. Ulrich Ferdinand stirbt unerwartet 1938. Im Zuge des zweiten Weltkrieges wird das Palais von der deutschen Wehrmacht beschlagnahmt. |
| 1986 | Der während der Kriegswirren in Argentinien aufgewachsene Sohn Ulrich Ferdinands, Franz Ulrich, verkauft am 12. Juni das Palais. |
| 1997 | Nach einer Reihe kurzzeitiger Eigentümer wird das Palais von der Privatstiftung gekauft, die es zwischen 1998 und 2000 umfangreich renovieren lässt. |
| 2001 | Am 3.5. Gründung der Palais Events Veranstaltungen GmbH durch die Privatstiftung als Betreiberfirma mit den Wiener Börsensälen als erstes Mitglied. |
| 2001 | Am 1.10. wird das Palais Ferstel und Café Central Teil von Palais Events Veranstaltungen GmbH und übernommen. |
| 2002 | Am 1.8. wird das Palais Daun-Kinksy in die Palais Events Veranstaltungen GmbH eingegliedert. |
| 2011 | Eingliederung von Palais Events in die Österreichische Verkehrsbüro Gruppe. Die hauseigene ausgezeichnete Küche sowie Service betreuen weiterhin exklusiv alle Veranstaltungen. |
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